Notfallmedizin und Rettungswesen nach extremen Wetterereignissen

Zum siebten Mal lädt das Uniklinikum Akteure der Notfallversorgung zum Dresdner Notfalltag ein. | Vernetzung und gemeinschaftliches Agieren wird angesichts extremer und spezieller Notfälle immer wichtiger. | Demografische Entwicklung stellt die Teams zusätzlich vor neue Herausforderungen.

Biomarker sagen künftigen Sinusrhythmus bei Patient:innen mit Vorhofflimmern voraus

Niedrige Konzentrationen dreier ausgewählter Biomarker im Blut von Patient:innen mit Vorhofflimmern weisen auf Patient:innen hin, die eine hohe Chance haben, einen Sinusrhythmus zu erreichen. Dies ist das wichtigste Ergebnis dieser Analyse der EAST – AFNET 4 Biomolekülstudie. Die Ergebnisse wurden heute von AFNET Lenkungsausschussmitglied Prof. Larissa Fabritz, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE), Hamburg, Deutschland, auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in London vorgestellt und im European Heart Journal veröffentlicht (1).

Biomarkers predict future sinus rhythm in patients with atrial fibrillation

Low concentrations of three selected biomarkers in the blood of patients with atrial fibrillation identify patients with a high chance of attaining sinus rhythm. This is the main result of this analysis of the EAST – AFNET 4 biomolecule study. Today the findings have been presented by AFNET Steering Committee member Prof. Larissa Fabritz, University Medical Center Hamburg Eppendorf (UKE), Hamburg, Germany, at the annual congress of the European Society of Cardiology (ESC) in London and published in the European Heart Journal (1).

Global consensus document on atrial cardiomyopathy published – AFNET scientists lead the way

An international cardiology working group has published a consensus report on atrial cardiomyopathy (1). 21 scientists from the rhythmological societies of Europe (European Heart Rhythm Association (EHRA)), North America (Heart Rhythm Society (HRS)), South America (Latin American Heart Rhythm Society (LAHRS)) and the Asia-Pacific region (Asia Pacific Heart Rhythm Society APHRS) were involved. The expert group was led by AFNET board member Prof. Andreas Goette, Paderborn, Germany. He presented the results on August 31, 2024 at the annual congress of the European Society of Cardiology (ESC) in London.

NCT/UCC Dresden: Millionenförderung der Chan Zuckerberg Initiative für hochmoderne Bildgebung

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Oliver Bruns (NCT/UCC Dresden), Dr. Andriy Chmyrov (NCT/UCC Dresden), Prof. Ellen Sletten (UCLA) und Prof. Christopher Rowlands (Imperial College London) erhält erneut eine hochkarätige Förderung der Chan Zuckerberg Initiative. Das Team will mit seiner Forschung die Bildgebung in tieferen Gewebeschichten verbessern.

UKE: Schneller und sicherer Ausschluss eines Herzinfarkts durch KI-Algorithmus und Schnelltest

Forschende des Universitären Herz- und Gefäßzentrums des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) sowie der Cardio-CARE in Davos (Schweiz) konnten nachweisen, dass mit Hilfe eines Troponin-Schnelltests in Kombination mit Maschinellem Lernen ein Herzinfarkt schneller und effizienter als bislang ausgeschlossen werden kann. Der dafür genutzte personalisierte Artificial Intelligence in Myocardial Infarction Study (ARTEMIS)-Algorithmus kann unabhängig von großen Versorgungsstrukturen im ambulanten und präklinischen Bereich durchgeführt werden und könnte so zu einer Entlastung der Notaufnahmen der Krankenhäuser beitragen.

Samir Abou-Ayash wird neuer Direktor und W3-Professor an der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde

Die Poliklinik für zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde der Universitätsmedizin Mainz erhält eine neue Führung: Ab dem 1. September 2024 fungiert Univ.-Prof. Dr. med. dent. Samir Abou-Ayash, EMBA (FH) als Direktor der Klinik und tritt den Ruf auf die gleichnamige W3-Professur an. Der 40-jährige Zahnmediziner war zuletzt in der Schweiz als Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Rekonstruktive Zahnmedizin und Gerodontologie der zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern tätig und ist im besonderen Maße Experte für digitale Zahnmedizin. In Mainz tritt er die ruhestandsbedingte Nachfolge von Univ.-Prof. Dr. Herbert Scheller an.

10-Punkte-Plan für die digitale Zukunft des Gesundheitswesens

Der 2. Digital Health Summit in Brandenburg an der Havel hat das immense Potenzial der digitalen Transformation für das deutsche Gesundheitswesen unterstrichen. Mehr als 100 Forscher:innen haben einen 10-Punkte-Plan erarbeitet, um mit innovativen Technologien die Patientenversorgung zu verbessern und Deutschland zu einem Vorreiter in der digitalen Gesundheit zu machen. „In der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens steckt ein enormes Potenzial. Allein in finanzieller Hinsicht lassen sich hier laut einer aktuellen McKinsey-Studie 42 Milliarden Euro pro Jahr einsparen, die wir dann besser an anderer Stelle zum Wohle der Patient:innen investieren können“, sagt Prof. Hendrik Borgmann.

Promotionsstipendium der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung für Lea Gammel

Um die Erforschung neuer Therapien gegen Leukämie und verwandter bösartiger Blut- und Knochenmarkserkrankungen voranzutreiben, verleihen die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO) seit 2014 das José Carreras-DGHO-Promotionsstipendium. Lea Gammel, Doktorandin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), erhält eines dieser begehrten Stipendien. Das Stipendium ist mit 12.400 Euro dotiert.

Mutige Projektideen aus dem Sandkasten zum Thema Big Data in der klinischen Forschung gesucht

Mit den Wübben Foundation Sandpits geht ein weiteres Förderformat der Wübben Stiftung Wissenschaft an den Start. Die Forschungssandkästen bieten den Raum, um jenseits etablierter Strukturen kreativ zu denken, zu experimentieren und Neues anzustoßen. Bis zu 20 Wissenschaftler:innen haben die Chance, in einer inspirierenden und interdisziplinären Umgebung innovative Forschungsansätze zu entwickeln. Das erste Sandpit-Thema lautet: „Big Data in der klinischen Forschung – wissenschaftlicher Fortschritt, translationale Durchbrüche, kommerzielle Nutzung und gesellschaftliche Implikationen“. Die Förderung beträgt 50.000 Euro, Antragsfrist ist der 1. November 2024.