Lepra im Mittelalter: Neue Erkenntnisse zu Übertragungswegen durch Eichhörnchen

Forschende der Universität Basel und der Universität Zürich konnten nachweisen, dass britische Eichhörnchen bereits im Mittelalter Lepra-Erreger in sich trugen. Und nicht nur das: Ihre Ergebnisse zeigen, dass es eine Verbindung gibt zwischen den Lepra-Erregern in den mittelalterlichen Nagetieren und jenen in der mittelalterlichen britischen Bevölkerung.

Als Hintergrundforschung für den Artikel wäre es hilfreich, einige Punkte zu berücksichtigen:

1. Lepra, auch bekannt als Hansen-Krankheit, ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich Haut und Nerven betrifft. Es wird durch das Bakterium Mycobacterium leprae verursacht.
2. Eichhörnchen gehören zur Nagetierfamilie und sind in vielen Teilen der Welt verbreitet. In Europa gibt es vor allem Eichhörnchen der Art Sciurus vulgaris.
3. Der mittelalterliche Zeitraum bezieht sich auf die Zeitspanne vom 5. bis zum 15. Jahrhundert.

FAQs zum Artikel könnten sein:

1. Was ist Lepra?
Lepra ist eine chronische Krankheit, die von dem Bakterium Mycobacterium leprae verursacht wird.

2. Können Menschen heute noch von Tieren mit Lepra infiziert werden?
Während viele Tiere das Mycobacterium leprae tragen können, ist der direkte Kontakt mit einem infizierten Tier notwendig oder zumindest sehr hilfreich für eine Übertragung auf den Menschen.

3.Wie konnten Wissenschaftler feststellen, dass Eichhörnchen im Mittelalter Träger des Lepra-Erregers waren?
Moderne DNA-Sequenzierungstechnologien ermöglichen es Forschern nun Immundiagnostika sowie Mikroben-DNA und -RNA aus alten Knochen oder Zähnen von sowohl Menschen als auch Tieren zu extrahieren.Durch den Vergleich dieser alten Genomdaten mit modernen Genomen des gleichen Organismus können die Wissenschaftler Rückschlüsse auf vergangene Krankheitsausbrüche und ihre Übertragungswege ziehen.

4. Gibt es eine Möglichkeit, festzustellen, ob Lepra in bestimmten Gebieten durch Eichhörnchen oder andere Tiere weitergegeben wurde?
Obwohl es theoretisch möglich wäre, ist es sehr schwierig zu beweisen. Forschungen dieser Art würden intensive epidemiologische Studien erfordern, die oft durch das Fehlen vollständiger Aufzeichnungen aus der Vergangenheit erschwert werden.

5. Ist Lepra noch immer ein globales Gesundheitsproblem?
Lepra ist heute weniger verbreitet als in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden, insbesondere in entwickelten Ländern. Jedoch gibt es immer noch Regionen in Afrika, Asien und Südamerika mit einer relativ hohen Prävalenz der Krankheit.

Originamitteilung:

Forschende der Universität Basel und der Universität Zürich konnten nachweisen, dass britische Eichhörnchen bereits im Mittelalter Lepra-Erreger in sich trugen. Und nicht nur das: Ihre Ergebnisse zeigen, dass es eine Verbindung gibt zwischen den Lepra-Erregern in den mittelalterlichen Nagetieren und jenen in der mittelalterlichen britischen Bevölkerung.

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